Emoria nennt Ernst Tinner seine jüngste Werkgruppe.
Manchmal
spricht er von Objekten, von Möbelskulpturen, von Behältnissen, von Schreinen auch - und
von der Erinnerung, welche so wichtig sei in der Gegenwart, um die Zukunft zu meistern.
Ihre Grundform bilden Halbsäulen aus verleimtem Pappelholz. Ein 37 kg schwerer
Betonsockel mit tatzenartigen Eisenauslegern sorgt für die Standfestigkeit der Objekte.
Subtil
und mit meisterhaftem Können hat Ernst Tinner seine Objekte entwickelt. In diesen
Möbelskulpturen erkennt er eine Möglichkeit, Kunstobjekte aus ihrer Rolle des reinen
Betrachtungsobjektes zu erlösen und in die mitschaffende Verantwortung ihres künftigen
Besitzers zu entlassen. Das leere Behältnis wird ihn herausfordern, es zu öffnen, mit
seinen Inhalten zu füllen und damit auf seine persönliche Art überraschend
mitzugestalten.
Tinners
Möbelskulpturen wirken durch die starke künstlerische Expressivität, welche die
Funktion als Möbel in den Hintergrund drängt.
Die
Möbelskulpturen werden als Einzelstücke und zum Teil auch in kleinster, limitierter
Auflage im Atelier des Künstlers hergestellt. Sämtliche Objekte sind signiert und
numeriert.
Ernst
Tinner, Maler und Objektkünstler, 1936 in Buchs geboren, lebt und arbeitet als
freischaffender Künstler seit 1973 in St. Gallen. Seine Werke sind durch Einzel- und
Gruppenausstellungen im In- und Ausland bekannt geworden.
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